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Spielsucht - Glücksspiel - Hilfe, Beratung, Information - SuchtHotline München

Was mit einem zufälligen Kontakt zum Glücksspiel beginnt, kann zu einer Sucht, nämlich zur Spielsucht, werden. Am Anfang ist das gelegentliche Spielen nur eine mit Nervenkitzel verbundene Freizeitbeschäftigung, in der es um geringe Geldeinsätze geht. Eine Suchtgefährdung besteht dann, wenn der Spielende das Glücksspiel als Flucht vor den diversen Belastungen des Alltags benutzt. Dann kann es zur Gewöhnung und Abhängigkeit kommen. Der Abhängige verliert die Kontrolle über das Spielen. Das heißt, er vermag nicht aus eigenem Willen aufzuhören, wenn die Vernunft es ihm rät. Der Spieler träumt zwar von hohen Gewinnen, er ist am Ende jedoch in den allermeisten Fällen der Verlierer. Das Spielverhalten sieht so aus, dass der Spielende bei Spielgewinnen versucht, durch Weiterspielen noch mehr Gewinne zu erzielen und bei Spielverlusten versucht, durch Weiterspielen das verlorene Geld wieder zurückzugewinnen.

 

Mit der Zeit wird das Glücksspiel zum zentralen Punkt des Lebens, um den sich das gesamte Denken, Fühlen und Handeln des Spielers dreht. Es kommt zur Vernachlässigungen der Arbeit, der Familie, der sozialen Beziehungen und der eigenen Person. Trotz erheblicher Einbußen in diesen Bereichen wird weitergespielt. Der Spieler hat keine Kontrolle mehr über sein Spiel. Wenn kein Weiterkommen im Leben und kein Loskommen vom Spiel mehr möglich ist, kommt es zum Zusammenbruch. So unangenehm dieser auch ist - er ist eine Chance von der Sucht loszukommen.

 

Es stellt sich die Frage, warum es bei manchen Menschen zur Spielsucht kommt und bei anderen nicht. Es handelt sich hierbei um ähnliche Ursachen wie bei anderen Süchten. Das Spielen ist eine willkommene Abwechslung zum Alltag und dessen Belastungen. Anfangs scheint es, man könnte seine alltäglichen Frustrationen, Aggressionen oder unbewältigten Probleme durch das Spielen abreagieren oder lösen. Der Sieg im Spiel scheint während des Spieles auch der Sieg über Lebensprobleme zu sein. Der Spielsüchtige löst seine Probleme jedoch nicht - er flüchtet lediglich vor ihnen! So summieren sich die ungelösten Probleme mit der Zeit. Auch bringt das Spielen selbst spezifische finanzielle, soziale und psychische Probleme mit sich, vor denen der Spieler wiederum in vermehrtes Spielen flüchtet. Die Realität wird für den Spieler immer unerträglicher. So flüchtet er in den Traum, seine Probleme durch einen großen Gewinn lösen zu können und Anerkennung bei seinen Mitmenschen zu finden. Das bleibt jedoch nur ein Traum, denn Spieler, die über lange Zeit Sieger bleiben, sind höchst selten. In Wirklichkeit sind die allermeisten Spieler - langfristig gesehen - Verlierer. Am Ende der Spielerkarriere stehen die Verzweiflung und das Eingeständnis der absoluten Niederlage, sowohl im Spiel als auch in der finanziellen, sozialen und psychischen Lebensgestaltung. Dies ist die Chance für die Heilung der Krankheit Spielsucht.

 

Der Spieler muss schmerzlich erfahren, dass das Glücksspiel die falsche Methode ist, um seine Lebensprobleme zu lösen und befriedigend und ausgefüllt zu leben. Der eigentliche Sieg ist die Spielabstinenz!

 

Benutzte der Spieler das Glückspiel bisher als Flucht vor den Unannehmlichkeiten des Lebens, so muss er nun lernen, sich der Realität zu stellen. Dazu gehört Verdrängungs- und Selbsttäuschungs-mechanismen aufzugeben, die Wirklichkeit ehrlich wahrzunehmen und sich nüchtern mit ihr zu konfrontieren. Diese grundlegende Umstellung des Denkens, Fühlens und Handelns ist keine leichte Aufgabe. Alleingänge in diese Richtung sind eine Überforderung und häufig zum Scheitern verurteilt. Besser ist es eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen und sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen oder eine Suchttherapie zu machen. Dort kann der Spieler mit professioneller Hilfe und aus der Erfahrung Selbstbetroffener lernen, wie er aus seiner Sucht ausbrechen und beständig ohne Spiel leben kann. Dazu gehört die Stärkung des Selbstwertgefühls, der Abbau von Ängsten, die Behebung von Kontaktproblemen, die Umstellung von suchtfördernden Lebensge-wohnheiten und die Regulierung der Schulden. Dies erfordert jede Menge Zeit, Geduld und Anstrengung, aber das wirkliche Leben kann nun beginnen!

 

Sollten Sie sich fragen, ob Sie selbst oder ein Angehöriger spielsuchtgefährdet sind, oder falls Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben oder Ihre persönliche Situation mit jemandem besprechen wollen, wenden Sie sich bitte an die SuchtHotline München. Hier stehen Ihnen täglich rund um die Uhr BeraterInnen zur Verfügung. Sie erhalten dort zwar kein Patentrezept, aber Sie treffen dort jemanden an, der mit Ihnen nach einem Weg sucht und Ihnen eine Beratungsstelle oder Selbsthilfegruppe auch in Ihrer Nähe nennen kann. Die Telefonnummer ist: 089/282822. Dieses Angebot kann anonym wahrgenommen werden und alle MitarbeiterInnen sind an die Schweigepflicht gebunden.

Spielsucht, Poker, Glücksspiel, Schulden - Hilfe, Beratung, Information - SuchtHotline München

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