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Extasy und andere Designerdrogen - Hilfe, Information, Beratung - SuchtHotline München

Designer-Drogen nennt man synthetisch hergestellte oder veränderte Drogen. Sie können entweder aus bekannten legalen oder illegalen Drogen, wie z.B. Aufputsch- und Schmerzmitteln oder Kokain als Grundstoff hergestellt werden, oder vollständig aus freiverkäuflichen Chemikalien zusammengesetzt werden. Hierzu reichen relativ geringe Chemiekenntnisse und ein einfach ausgestattetes chemisches Labor aus. Entsprechend viel und völlig unkontrollierbar, was die Zusammensetzung und die Dosierung der einzelnen Bestandteile angeht, werden diese Drogen produziert und auf der Scene direkt an die Konsumenten verkauft. Drogen werden auch untereinander vermischt und die Mengen mit Streckmitteln, wie z.B. Backpulver, Zucker oder auch giftigen Stoffen vergrößert. Die meisten Designer-Drogen machen nicht körperlich, alle jedoch psychisch abhängig. Nicht alle, aber viele Designer-Drogen fallen inzwischen unter das Betäubungsmittelgesetz (abgekürzt BTMG), d.h., dass jeglicher Verkehr mit ihnen, auch der bloße Besitz oder Erwerb für den persönlichen Konsum, unter Strafe steht.

 

All das bisher Gesagte trifft auch auf die wohl bekannteste und inzwischen am weitesten verbreitete der Designer-Drogen zu, auf die im Folgenden näher eingegangen werden soll: nämlich Ecstasy.
Ecstasy (die abgekürzte Schreibweise ist XTC), manchmal auch nur verallgemeinernd "Pille" oder auch "Adam" genannt, ist der Scenename für die synthetische Substanz MDMA und den verwandten Wirkstoff MDE. Es wurde 1914 von der Arzneimittelfirma Merck synthetisiert und sollte als Appetitzügler eingesetzt werden. Seit einigen Jahren wurde es zur häufigsten Partydroge. Ecstasy-Pillen sind meist weiß, haben eine Bruchrille und auf der Vorderseite ein Symbol oder Comicbild. Seltener gibt es die Droge als Kapsel. Unter dem Namen Ecstasy werden inzwischen auf der Scene verschiedene Substanzen angeboten. Neben dem dominierenden MDMA oder MDE auch Kombinationspräparate aus Amphetamin und seinen Derivaten sowie Coffein. Darüber hinaus können Ecstasy-Tabletten auch mit völlig anderen toxischen Substanzen vermengt sein. Selbst gleich aussehende Tabletten können unterschiedliche Inhaltsstoffe und/oder wechselnde Wirkstoffkonzentrationen enthalten.

 

Die Wirkungsweise von Ectasy ist leicht aufputschend-halluzinogen und es entsteht ein Gefühl von Harmonie mit der jeweiligen Umgebung. Alles wird intensiver empfunden. Die Wirkung tritt etwa 20-80 Minuten nach der Einnahme ein und hält etwa 3-4 Std. an. Ecstasy beeinflusst nicht nur die Wahrnehmung und die Gefühlswelt, sondern wirkt sich auch massiv auf bestimmte Körperfunktionen aus. Es kommt zum Anstieg der Pulsfrequenz, des Blutdrucks und der Körpertemperatur und zu erhöhtem Ausstoß von Seratonin, dem Botenstoff, der für unser Wohlbefinden "zuständig" ist.

 

Symptome wie Schwitzen, Kieferkrämpfe, Muskelzittern, Mundtrockenheit, Schwindel und Brechreiz können auftreten. Gleichzeitig werden Schmerz, Hunger, Durst und Erschöpfung nicht mehr wahrgenommen. Nach Abklingen der Drogenwirkung sind die Konsumenten sehr erschöpft und klagen häufig über Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, depressive Verstimmungen und Gedächtnisstörungen.

 

Ecstasy-Konsumenten sind gefährdet, einem Kollaps zu erliegen. Zusätzlich zu den toxischen Wirkungen von Ecstasy verstärken die szenetypischen Begleitumstände das Risiko. Denn zu der ohnehin durch Ecstasy erhöhten Körpertemperatur kommt ein weiterer Temperaturanstieg infolge des langen und intensiven Tanzens hinzu. Der Körper verliert große Mengen Wasser, ohne das eine genügende Flüssigkeitszufuhr gewährleistet ist. Die Folge können Herz- und Kreislaufversagen sowie Schockzustände sein.

 

Weil Warnsignale wie Schmerzen, Durst, Unwohlsein oder Erschöpfung durch die Drogeneinnahme unterdrückt werden, sind sich die Betroffenen nicht rechtzeitig über ihren Zustand bewusst und auch nicht in der Lage, den drohenden Kollaps durch geeignete Maßnahmen zu verhindern. Das Ausschalten von Warnsignalen durch Ecstasy gefährdet besonders auch Personen, die an Herzkrankheiten oder Asthma leiden.

 

Das ohnehin vorhandene Risikopotential von Ecstasy wird dadurch, dass die Konsumenten oftmals nicht wissen, was sie kaufen, zusätzlich erhöht. Denn es werden neben einzelnen Wirkstoffen auch Kombinationen von verschiedenen Drogen, Arzneimitteln oder anderen Stoffen mit toxischen Inhaltsstoffen angeboten. Solche Mischungen können zu "Horrortrips" (akute Angstzustände während der Drogenwirkung), Vergiftungen und allergischen Reaktionen führen.

 

Die gesundheitlichen Risiken von Ecstasy werden häufig unterschätzt. In den bisher erst wenigen Langzeituntersuchungen gibt es bei häufiger Einnahme von Ecstasy Hinweise auf irreparable Schädigungen an Leber, Niere und Gehirn. Ferner scheint eine Schädigung der Seratoninproduktion einzutreten, was langfristig zu depressiven Verstimmungen führt. Auch wenn von Ecstasy selbst keine körperliche Abhängigkeit entstehen kann, ist das Potenzial zu psychischer Abhängigkeit hoch. So wird der Konsum auch dann noch fortgesetzt, wenn eindeutig schädliche Folgen für die eigene Person beobachtet werden.
Zudem wird Ecstasy häufig nicht isoliert konsumiert, sondern abwechselnd oder auch gemischt mit anderen Drogen (Alkohol, Cannabis, Speed, Amphetamine). Durch diesen Mischkonsum kann dann auch körperliche Abhängigkeit entstehen.

 

Wichtig zu wissen ist: Bei einer Droge, die unter dem Namen „Liquid Ecstasy" auf der Szene zunehmend mehr auftaucht, handelt es sich keineswegs um Ecstasy, also MDMA, sondern um eine chemische Substanz, die als Industriereiniger verwendet wird, mit Namen Gammabutyrolacton, kurz GBL. Minimale Mengen reichen aus, um zu entspannen und in eine leichte Euphorie zu gelangen, nur eine geringfügig höhere Dosis bewirkt Schläfrigkeit oder Übelkeit, der Konsument kann bei zu hoher Dosierung ins Koma fallen oder sterben. Das Suchtpotenzial ist extrem hoch und vergleichbar mit Heroin.

 

Wenn Sie glauben oder wissen, dass Ihr Kind oder einer Ihrer Schüler beim Besuch von Techno-Partys Ecstasy konsumiert, beobachten und fragen Sie die/den Betreffende/n nach:
extremen Erschöpfungszuständen, Schmerzen in der Nierengegend, Appetitverlust, depressiven Verstimmungen oder Angstzuständen. Dies könnten möglicherweise Nachwirkungen von Ecstasy-Konsum sein. Wichtig ist dann: den Gebrauch von Ecstasy ansprechen, über Risiken informieren, die Hintergründe klären, klare Stellung gegen Drogenkonsum beziehen, und ggf. Hilfe bei einer Suchtberatungsstelle suchen.

 

Falls Sie als Angehöriger oder Selbstbetroffener noch weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an die SuchtHotline München. Die Telefonnummer ist 089/282822. Hier stehen Ihnen täglich rund um die Uhr GesprächspartnerInnen zur Verfügung. Dieses Angebot kann anonym wahrgenommen werden und alle Mitarbeiter sind an die Schweigepflicht gebunden. Hier erhalten Sie spezielle Informationen und können ihre persönliche Situation mit jemandem besprechen, der versuchen wird, mit Ihnen gemeinsam einen Weg zu finden.

Abhängigkeit von Ecstasy und Designerdrogen - Hilfe und Beratung - SuchtHotline München

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